Aufwandsentschädigungen

In Deutschland können Feuerwehrangehörige, insbesondere freiwillige Feuerwehrkräfte, für ihre Einsätze eine Aufwandsentschädigung erhalten. Diese Entschädigung deckt dienstbezogene Kosten wie Fahrtkosten, Verpflegung oder sonstige Ausgaben ab. Sie stellt kein Gehalt dar, sondern eine pauschale Entschädigung. Die Höhe und Art der Aufwandsentschädigung variiert je nach Bundesland.

Hinweis: In diesem Modul werden nur funktions- und abteilungsbezogene Aufwandsentschädigungen mit Tätigkeitszuordnung (beruflich, freiwillig, beides) berechnet.

Die Regelungen sind in den jeweiligen Feuerwehrgesetzen der Länder festgelegt und oft auch in den Satzungen der Gemeinden oder Landkreise spezifiziert. Einige wichtige Punkte:

  • Art der Entschädigung: Die Aufwandsentschädigung kann je nach Intervall monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich für Funktionen/Abteilungen gezahlt werden.

  • Höhe der Entschädigung: Die Höhe ist in den Gemeinde- und Feuerwehrsatzungen festgelegt und variiert je nach Pauschalen für bestimmte Funktionen (z. B. Einsatzleiter oder Gerätewarte).

  • Steuerliche Aspekte: Diese Zahlungen sind häufig steuerfrei, solange sie eine bestimmte jährliche Freigrenze nicht überschreiten.

Hinweis: Für weitere Informationen, insbesondere zur Höhe der Aufwandsentschädigung in Ihrer Region, prüfen Sie das Feuerwehrgesetz Ihres Bundeslandes sowie die Satzungen der zuständigen Kommune.

Konfiguration Startdatum Geschäftsjahr

Um das Modul der Aufwandsentschädigung optimal nutzen zu können, legen Sie zunächst unter StammdatenKonfigurationEntschädigungsberechnung das Startdatum für Ihr aktuelles Geschäftsjahr fest. Das festgelegte Startdatum dient als Grundlage für alle weiteren Berechnungen und stellt sicher, dass die Entschädigungen entsprechend dem richtigen Geschäftsjahreszeitraum erfasst und verwaltet werden.

Diese Einstellung ermöglicht es Ihnen, alle Aufwandsentschädigungen für das gesamte Jahr strukturiert und präzise zu überwachen.


Grundlagen und Parameter festlegen

Um die Entschädigung korrekt zu berechnen, gehen Sie wie folgt vor:

Vorgehensweise:

  • Grundlagen und Parameter festlegen: Definieren Sie die Bezeichnung der Satzung sowie deren Geltungsbereich (Start- und Enddatum).

  • Einträge hinzufügen: Verwenden Sie die Schaltfläche Hinzufügen, um die Textfelder für Entschädigung und Betrag zu befüllen. Ergänzen Sie dabei:

  • Positionstext: Ein kurzer Text, der die Art der Tätigkeit beschreibt, z. B. "Höherer Dienstgrad" oder "Maschinist".

  • Rechnungstext (optional): Falls der Text für die Rechnung vom Positionstext abweicht, kann er hier separat angegeben werden.


  • Anpassbare Parameter festlegen: Aktivieren Sie die Checkboxen Text änderbar und/oder Betrag änderbar, falls die Einträge individuell anpassbar sein sollen und keine festen Werte darstellen.

  • Berechnungsintervall auswählen: Wählen Sie im Dropdown-Menü das Intervall, in dem die Berechnung erfolgen soll (z. B. monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich).

  • Kalkulationsgruppen zuordnen: Kalkulationsgruppen fassen Entschädigungen bei der Berechnung zusammen. Die Berechnung erfolgt anhand der ersten zutreffenden Gruppe. So können Sie für unterschiedliche Dienstgrade verschiedene monatliche Beträge festlegen.

  • Kalkulationseinheit festlegen: Diese Einheit entscheidet, ob und wie oft eine Entschädigung in einem Intervall einer Person zugeordnet wird und ist damit für die automatische Berechnung relevant.

Durch diese Schritte können Sie die Entschädigungen präzise und individuell berechnen und anpassen, um eine gerechte Entlohnung sicherzustellen.

Kurz-Check vor dem Speichern

  • Geschäftsjahr geprüft: Ist das Startdatum des Geschäftsjahres korrekt gesetzt?

  • Satzung geprüft: Stimmen Bezeichnung sowie Geltungszeitraum (Start/Ende)?

  • Parameter geprüft: Sind Positionstext, Betrag, Intervall und Kalkulationseinheit fachlich korrekt?

  • Änderbarkeit geprüft: Sind Text änderbar und Betrag änderbar nur dort aktiv, wo es fachlich gewünscht ist?

  • Berechnung geprüft: Wurde die Wirkung mit einem Testfall auf Plausibilität kontrolliert?

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