Vorkommnisse
Das Vorkommnisse-Objekt bietet eine vielseitige Möglichkeit, geplante sowie dokumentierte Ereignisse oder Besonderheiten im Dienstbetrieb gezielt zu verwalten, zu filtern und auszuwerten. Es dient der systematischen Erfassung von Informationen, die über den Standard-Dienstbetrieb hinausgehen und rechtssicher dokumentiert werden müssen.
Voraussetzungen vor dem Start
Vor der Konfiguration des Objekts sollten folgende Punkte geklärt sein:
Berechtigungen: Zugriff auf den Layout-Editor und die versteckten Objekte ist vorhanden.
Stammdaten: Kategorien und Prioritätsstufen sind in den Stammdaten gepflegt.
Status-Logik: Die gewünschten Status (z. B. Offen, In Bearbeitung, Abgeschlossen) sind definiert.
Testkontext: Änderungen werden vor der produktiven Nutzung in einem Testlayout geprüft.
Häufige Fragen
Wofür wird das Vorkommnisse-Objekt hauptsächlich genutzt?
- Zur rechtssicheren, kategorisierten Dokumentation von ungewöhnlichen Ereignissen und Besonderheiten im Schichtbetrieb.
Können Vorkommnisse mit Personal verknüpft werden?
- Ja. Über eine direkte Zuordnung lässt sich erfassen, wer beteiligt war oder bei welcher Tätigkeit das Vorkommnis aufgetreten ist.
Lassen sich Vorkommnisse nach Dringlichkeit filtern?
- Ja. Über den Parameter
Priorität(z. B. Info, Warnung, Alarm) und benutzerdefinierte Felder ist eine gezielte Filterung möglich.
Wie weit in die Zukunft können geplante Ereignisse angezeigt werden?
- Das steuert der Parameter
Tage in Zukunft— z. B.14für einen Vorschau-Zeitraum von zwei Wochen.
Was passiert wenn ...?
... keine Kategorien in den Stammdaten gepflegt sind?
- Dann können Vorkommnisse nicht sinnvoll klassifiziert oder ausgewertet werden.
... Berechtigungen zu weit gefasst sind?
- Dann können unberechtigte Benutzer Vorkommnisse abschließen oder verändern, was die Dokumentationsintegrität gefährdet.
... der Parameter „Tage in Zukunft" nicht gesetzt ist?
- Dann werden alle zukünftigen Einträge ungefiltert angezeigt, was die Übersicht bei größeren Datenmengen einschränkt.
... keine Eskalationsstufen definiert sind?
- Dann fehlt bei kritischen Ereignissen eine klare Priorisierung für schnelle Reaktionen im Dienstbetrieb.
Erfassung besonderer Ereignisse:
- Dokumentation von ungewöhnlichen Vorfällen während einer Schicht (z. B. technische Störungen, Unfälle, besondere Einsätze) sowie sicherheitsrelevanter Ereignisse (z. B. Alarmauslösungen).
Nachverfolgbarkeit & Auswertung:
- Analyse der Häufigkeit bestimmter Vorfälle durch Zuweisung zu
KategorienoderPrioritätsstufenzur Erstellung von Berichten.
Verknüpfung mit Personal & Tätigkeiten:
- Direkte Zuordnung: „Wer war beteiligt?" oder „Bei welcher Tätigkeit trat das Vorkommnis auf?". Verknüpfung mit Maßnahmenplänen für Folgeschritte.
Eskalationsstufen:
- Einstufung der Ereignisse (z. B. niedrig, mittel, kritisch), um bei zeitkritischen oder gefährlichen Vorkommnissen eine schnelle Reaktion sicherzustellen.
Das Vorkommnis-Objekt fungiert als zentrales Werkzeug, um den Dienstbetrieb rechtssicher und strukturiert zu dokumentieren. Es stellt sicher, dass wichtige Informationen nicht in einfachen Freitextfeldern verloren gehen, sondern kategorisiert und auswertbar zur Verfügung stehen.
Beispielhafte Parameter-Konfiguration:
Um das Objekt effektiv zu nutzen, können folgende Parameter im Editor angepasst werden:
Kategorie: Auswahl aus Stammdaten (z. B. Technik, Personal, Sicherheit).Priorität: Festlegung der Dringlichkeit (z. B. Info, Warnung, Alarm).Status: Aktueller Stand der Bearbeitung (z. B. Offen, In Bearbeitung, Abgeschlossen).
Konkretes Beispiel
Praxisbeispiel: Zeitsteuerung und Individualisierung:
Die Flexibilität des Vorkommnis-Objekts zeigt sich besonders in der Kombination aus zeitlicher Filterung und benutzerdefinierten Datenfeldern.
Screenshot-Details:
Die Abbildung zeigt die Konfigurationsansicht des Vorkommnisse-Objekts im Layout-Editor.
Sichtbar sind die Parameter für Zeitraum, Filterung sowie die Zuordnung eigener Datenfelder.
Diese Ansicht dient dazu, das Objekt gezielt auf den operativen Bedarf der Wache abzustimmen.
Typischer Fehler: Der Parameter „Tage in Zukunft" ist nicht gesetzt, sodass alle zukünftigen Einträge ungefiltert erscheinen.
So vermeiden: Nach der Konfiguration den Anzeigebereich im Frontend stichprobenartig prüfen und den Zeitraum anpassen.
Zeitbezogene Filterung (Vorschau-Funktion):
Um die Übersichtlichkeit zu wahren, können Sie steuern, welcher Zeitraum für den Anwender relevant ist:
Parameter „
Tage in Zukunft": Wenn Sie diesen Wert beispielsweise auf14setzen, zeigt das System nur Ereignisse an, die innerhalb der nächsten zwei Wochen anstehen. Dies ist ideal für eine proaktive Schicht- oder Ressourcenplanung.Segmentierung: Die automatische Unterscheidung in „
Heutige" und „Zukünftige Vorkommnisse" erlaubt es dem Personal, sofort zwischen unmittelbarem Handlungsbedarf und kommender Planung zu differenzieren.
Individuelle Felder und Informationsreiter:
Sie sind nicht auf Standardvorgaben angewiesen. Über die Zuweisung eigener Felder können Sie spezifische Workflows abbilden:
Checklisten: Fügen Sie eine Checkliste für die Vorbereitung von Sonderereignissen (z. B. Hydrantenprüfung oder Stadtfest) hinzu.Maßnahmendokumentation: Erstellen Sie Felder, in denen nach einem Vorfall direkt die eingeleiteten Schritte (z. B. „Techniker informiert", „Ersatzgerät beschafft") protokolliert werden.Schulung & Vorbereitung: Hinterlegen Sie Dokumente oder spezifische Anweisungen direkt am Vorkommnis, damit alle beteiligten Personen Zugriff auf dieselben Informationen haben.
Benutzerdefinierte Darstellung und Layouts:
Für eine komplexe Datenmenge empfiehlt sich die Nutzung spezieller Tabellenansichten:
AdvancedBandedGridView: Dieser Modus ermöglicht eine hochgradig angepasste Darstellung.Gruppierung: Sortieren Sie Vorkommnisse automatisch nach Kategorien (z. B. „Technik" vs. „Veranstaltung").Hervorhebung: Nutzen Sie optische Akzente für kritische Ereignisse.Struktur: Fassen Sie zusammengehörige Spalten in „Bands" (Bändern) zusammen, um auch bei vielen Informationen die Lesbarkeit zu garantieren.
Durch diese Konfiguration wird aus einer einfachen Liste ein aktives Planungstool, das den Nutzer nicht mit alten Daten überlastet, sondern gezielt durch kommende Aufgaben leitet und alle notwendigen Werkzeuge (Checklisten, Maßnahmen) direkt bereitstellt.
Ansicht des Elements nach Fertigstellung
Sobald Sie die Konfiguration abgeschlossen haben, steht den Anwendern im Wachbuch eine funktionale Oberfläche zur Verfügung. Die Steuerung erfolgt zentral über die integrierte Aktionsleiste.
Screenshot-Details:
Die Abbildung zeigt die fertige Vorkommnisse-Ansicht im Wachbuch aus Anwendersicht.
Sichtbar sind die Aktionsleiste mit den Schaltflächen sowie die strukturierte Tabellenansicht mit heutigen und zukünftigen Vorkommnissen.
Diese Ansicht dient der täglichen Erfassung, Bearbeitung und Nachverfolgung von Ereignissen im Schichtbetrieb.
Typischer Fehler: Abgeschlossene Einträge werden nicht archiviert, weil der Abschluss-Schritt übersprungen wird.
So vermeiden: Personal anweisen, Vorkommnisse nach Bearbeitung konsequent über das Haken-Icon abzuschließen.
Über die Symbole in der Aktionsleiste können Benutzer direkt mit den Vorkommnissen interagieren:
Hinzufügen (+) Icon: Erstellt ein neues Vorkommnis (z. B. eine neue technische Störung oder ein geplantes Ereignis).Bearbeiten (Stift-Icon): Ermöglicht das Ändern bestehender Einträge, das Ergänzen von Checklisten oder das Hinzufügen von Maßnahmen.Meldung Abschließen (Haken-Icon): Markiert das Vorkommnis als erledigt. Abgeschlossene Meldungen werden oft archiviert oder farblich ausgegraut dargestellt.
Darstellung in der Tabelle:
Je nach gewählter Ansicht (z. B. AdvancedBandedGridView) sieht der Nutzer die Vorkommnisse in einer strukturierten Liste:
Heutige Vorkommnisse: Stehen ganz oben oder sind farblich hervorgehoben für sofortigen Handlungsbedarf.Zukünftige Vorkommnisse: Werden basierend auf dem Parameter „Tage in Zukunft" eingeblendet und dienen der Vorbereitung.Kategorisierung: Durch die Zuweisung von Gruppen oder Reitern lassen sich z. B. „Technische Defekte" klar von „Dienstlichen Mitteilungen" trennen.
Dokumentationsfluss:
Ein großer Vorteil dieser Ansicht ist die Rechtssicherheit. Da jedes Hinzufügen und Abschließen protokolliert wird, entsteht eine lückenlose Kette der Ereignisse während einer Schicht oder über einen längeren Zeitraum hinweg.