Einsatzberichte
Rechtevergabe für Einsatzberichte:
Bevor die Funktion im System aktiviert wird, muss eine kontrollierte Zuweisung von Berechtigungen erfolgen. Dies garantiert, dass die Vertraulichkeit gewahrt bleibt und die Datenintegrität (Schutz vor unbefugter Änderung) sichergestellt ist.
Zweck der kontrollierten Rechtevergabe:
Datenschutz: Sensible Einsatzdaten (personenbezogene Daten, medizinische Infos) werden vor unbefugtem Zugriff geschützt.Datenintegrität: Nur qualifiziertes Personal darf Berichte finalisieren oder nachträglich ändern.Nachvollziehbarkeit: Das System protokolliert, welche Benutzergruppe wann auf welche Daten zugegriffen hat (Audit-Log).Rechtssicherheit: Gewährleistung, dass Berichte den gesetzlichen Anforderungen an die Dokumentation entsprechen.
Typische Benutzerrollen und Berechtigungsstufen:
Bei der Konfiguration sollten Sie mindestens zwischen den folgenden drei Ebenen unterscheiden:
Rolle → Berechtigung → Zweck
Mannschaft: → Nur Leserecht (optional) → Information über abgeschlossene Einsätze ohne Bearbeitungsmöglichkeit.
Führung / Wachführer: → Erstellen & Bearbeiten → Dokumentation des Einsatzverlaufs während oder direkt nach dem Dienst.
Administration / Leitung: → Vollzugriff & Löschrecht → Qualitätskontrolle, statistische Auswertung und Archivierung.
Konfigurationsschritte im Rechtemanagement
Um die Rechte für die Einsatzberichtsansicht zu steuern, navigieren Sie in die Benutzer- und Rollenverwaltung:
Rollenidentifikation: Wählen Sie die Rolle aus (z. B. „Rettungsdienstleiter“), die Zugriff erhalten soll.Modulberechtigung: Aktivieren Sie den Zugriff auf das Modul „Einsatzberichte“ (meist unter Layout-Rechte oder Funktionsrechte).Aktionssteuerung: Definieren Sie detailliert, was die Rolle darf:Anzeigen(Sichtbarkeit im Menü)Hinzufügen(Neue Berichte anlegen)Ändern(Bestehende Berichte editieren)Abschließen(Berichte für die Bearbeitung sperren)
Sichtbarkeitsfilter: Optional können Sie festlegen, dass Nutzer nur Berichte ihrer eigenen Wache oder ihres eigenen Dienstzweigs sehen.
Wichtiger Hinweis für die Praxis:
Hinterlegen Sie für die Rolle „Einsatzkraft“ oft ein zeitlich begrenztes Änderungsrecht. So können Berichte unmittelbar nach dem Einsatz verfasst werden, sind aber nach einer gewissen Frist (z. B. 24 Stunden oder nach dem „Abschließen“) nur noch durch Administratoren änderbar. Dies schützt das Dokument vor nachträglicher Manipulation.
Durchführung der Rechtevergabe
Die Konfiguration erfolgt zentral in der Systemsteuerung, um die Konsistenz der Zugriffe zu wahren.
Modul öffnen: Navigieren Sie in der Systemkonfiguration zum ModulBerechtigungen.Komponente wählen: Suchen Sie den BereichEinsatzberichte.
Zuweisung vornehmen:
Leserechte: Weisen Sie diese den Rollen zu, die zur Lageauswertung oder Information Einblick benötigen.Besonderheit: Da die Primärdaten oft aus der Einsatznachbearbeitung stammen, sind reine Schreibrechte im Wachbuch-Objekt häufig deaktiviert, um die Datenintegrität des Originalberichts nicht zu gefährden.Speichern: Bestätigen Sie die Einstellungen mitÜbernehmen.
Wichtiger Hinweis: Wenn Sie Rollennamen nachträglich ändern oder Rollen löschen, bricht die Berechtigungskette. Prüfen Sie nach jeder administrativen Änderung der Rollenstruktur die Zugriffsrechte im Modul Einsatzberichte.
Spiegelung der Einsatzberichte im Wachbuch
Ziel ist es, den Original-Einsatzbericht (aus der Einsatzleitung/Nachbearbeitung) automatisch in einem Bereich des Wachbuchs (z. B. einem Container wie item8 oder dem Block „Einsatzberichte“) anzuzeigen.
Nebenstehend der Original Einsatzbericht aus der Einsatznachbearbeitung.
Die Datenbindung (Data Binding):
Damit das Wachbuch weiß, welche Daten es anzeigen soll, muss eine Verknüpfung hergestellt werden:
Das Objekt im Wachbuch fungiert als „
View“ (Spiegel).Es greift über eine definierte Schnittstelle auf die Datenbank der Einsatznachbearbeitung zu.
In den Eigenschaften des Objekts (z. B. item8) wird die
Datenquelleauf das entsprechende Einsatzmodul gesetzt.
Nebenstehend die Spiegelung des Einsatzberichts aus der Einsatznachbearbeitung im Wachbuch.
Konfiguration der Sichtbarkeitslogik
Oft soll dieser Bereich „versteckt“ sein und nur dann erscheinen, wenn tatsächlich Daten vorliegen (z. B. nach einem beendeten Einsatz).
Parameter:
VisibilityLogik: Setzen Sie eine Bedingung, die prüft, ob für den aktuellen Zeitabschnitt ein Einsatzbericht existiert:[
Anzahl_Einsätze] > 0→Visible = True.
Vorteile der Spiegelung:
Einmalerfassung: Daten müssen nicht manuell vom Einsatzleitplatz in das Wachbuch kopiert werden.Synchronität: Änderungen im Originalbericht werden sofort im Wachbuch-Spiegel sichtbar.Übersicht: Der Wachführer sieht alle relevanten Einsatzdetails direkt in seiner Schichtübersicht, ohne das Modul wechseln zu müssen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Verknüpfung mit Einsatzdaten prüfen:
In diesem Bereich definieren Sie, welche Informationen aus der Datenbank „angezapft“ werden.
Im Abschnitt „Daten“:
Feld → Einstellung → Bedeutung
Datenbank: → Einsatzdaten → Gibt an, welche Datenquelle verwendet wird (z. B. Einsatzdaten-Tabelle)Einsatzkriterien: → ALL → Es werden alle Einsätze gespiegelt. (Alternativ:THLoderBrand).Status: → Active → Nur laufende oder aktuell abgeschlossene Einsätze werden angezeigt.Stichworte: → Whitelist/Blacklist → Tipp: Nutzen Sie die Whitelist (z. B. "Brand"), wenn nur Feuer-Ereignisse im Wachbuch erscheinen sollen
Layout-Einstellungen für die Darstellunh (Layout)
Damit sich der gespiegelte Bericht sauber in das Wachbuch-Formular einfügt, müssen die Dimensionen stimmen
Size: (z. B. 600; 400): Definiert die Standardgröße des Berichtsblocks.MinSize: Wichtig, damit der Text auch auf Tablets lesbar bleibt und nicht „zusammengequetscht“ wird.Padding & Spacing: Sorgen für den nötigen „Weißraum“. Ein großzügiges Spacing verhindert, dass der Einsatzbericht optisch mit dem Personal-Block verschmilzt.
Sichtbarkeit dynamisch steuern
Dies ist der wichtigste Teil für ein aufgeräumtes Wachbuch. Das Objekt soll nur Platz einnehmen, wenn es wirklich gebraucht wird.
Standard-Verhalten:
- Behavior > Visibility =
Always: Das Feld ist immer da, auch wenn kein Einsatz stattgefunden hat (führt zu Leerstellen).
Dynamische Logik (Empfohlen):
Nutzen Sie die CustomRules oder Formularaktionen, um das Feld nur bei Bedarf einzublenden.
- Logik-Beispiel:
WENN[Einsatzart]='Brand' DANN Visibility =True SONST Visibility = False.
Profi-Tipp zur Performance
Wenn Sie viele Daten spiegeln, kann dies die Ladezeit des Wachbuchs beeinflussen.
Filterung nutzen: Lassen Sie nicht „Alles“ spiegeln, sondern nur die Felder, die für den Wachbericht relevant sind (z. B. Einsatznummer, Stichwort, Fahrzeuge, Zeiten).Versteckte Objekte: Nutzen Sie Container (wie item8), um die gespiegelten Daten standardmäßig einzuklappen und erst per Klick oder durch eine Regel (z. B. „Einsatz vorhanden“) zu expandieren.