Aktuelle-Bearbeitungsstufe
Die Aktuelle Bearbeitungsstufe fungiert als das „Gehirn“ Ihres Workflows. Sie ist weit mehr als eine bloße Statusanzeige; sie steuert aktiv, wer zu welchem Zeitpunkt welche Daten im Wachbuch oder Einsatzbericht verändern darf.
Hier ist die detaillierte Funktionsweise dieses Steuerelements:
Workflow-Steuerung durch Bearbeitungsstufen
Das System nutzt die Bearbeitungsstufe, um den Lebenszyklus eines Dokuments (z. B. eines Wachbuch-Tages oder eines Einsatzberichts) abzubilden. Jede Stufe ist mit spezifischen Rechten verknüpft und kann mit visuellen Signalen versehen werden:
Typische Szenearien und Auswirkungen:
Bearbeitungsstufe → Funktionale Auswirkung → Visuelle Kennung
In Bearbeitung: → Alle Felder sind für berechtigte Nutzer editierbar → oft Gelb oder BlauPrüfung: → Bestimmte Felder werden schreibgeschützt.Prüfhinweise für Vorgesetzte erscheinen → Oft OrangeAbgeschlossen: → Das Formular ist finalisiert. Es erscheint ein Warntext: „Keine Änderungen mehr möglich“ → GrünStorniert: → *Der Vorgang ist ungültig und bleibt nur zur Dokumentation erhalten → Grau/Rot
Parameter-Einstellung
Die Konfiguration der Parameter im Hintergrund (wie im Screenshot ersichtlich) verfolgt drei Hauptziele:
Visuelle Rückmeldung:
Durch die farbliche Hinterlegung der Stufe erkennt jeder Nutzer sofort beim Öffnen des Dokuments, ob er noch aktiv Daten eingeben muss oder ob der Vorgang bereits archiviert ist.
Dynamische Berechtigungssteuerung:
Dies ist der wichtigste technische Aspekt:
Das System prüft die aktuelle Stufe.
Ist die Stufe auf „
Abgeschlossen“ gesetzt, wird das gesamte Formular automatisch auf Enabled = False gesetzt.Dies verhindert eine nachträgliche Manipulation von Daten und sorgt für
Revisionssicherheit.
Benutzerführung und Konsistenz:
Durch eine einheitliche Benennung der Stufen (z. B. für alle Wachen identisch) wird sichergestellt, dass der Prozess der Berichterstellung standardisiert abläuft.
Praxis-Tipp: Die „Sperr-Logik“:
Häufig wird die Bearbeitungsstufe mit einer Validierungsregel verknüpft.
Beispiel: Ein Wechsel von der Stufe „In Bearbeitung“ zu „Abgeschlossen“ ist erst möglich, wenn alle Pflichtfelder (z. B. „Einsatzleiter“ oder „Checkliste Abfahrtskontrolle“) ausgefüllt wurden. Versucht ein Nutzer, den Status vorher zu ändern, gibt das System eine Fehlermeldung aus.
Wichtige Parameter im Detail
Behavior (Verhalten):
Diese Parameter steuern die grundlegende Interaktion mit dem Element
AllowHide=True→ Das Element kann bei Bedarf (z. B. in der mobilen Ansicht oder für bestimmte Rollen) ausgeblendet werden.Enabled=True→ Das Steuerelement ist aktiv und reagiert auf Benutzereingaben.Visibility=Always→ Das Feld bleibt permanent sichtbar, was besonders wichtig ist, damit der Status auch bei neu angelegten, noch "leeren" Dokumenten sofort präsent ist.
Darstellung Farbcodierung:
Die visuelle Rückmeldung ist an den logischen Status gekoppelt. Durch die zentrierte Textausrichtung wirkt die Statusanzeige wie ein offizielles Siegel oder ein Button.
Diese Einstellungen definieren das Aussehen je nach Status:
In Arbeit→ Gelb (255; 255; 128) → Dokument ist offen; Datenpflege erforderlich.Freigegeben→ Gelblich- Grün (255; 255; 192) → Zwischenschritt; bereit zur finalen Abnahme.Abgeschlossen→ Hellgrün (128; 255; 128) →Finaler Status: Archiviert und revisionssicher.
Zusätzlich:
Textausrichtung= Center → zentrierter Text für bessere Lesbarkeit
Layout & Text-Eigenschaften
Size: = 283; 26 → Eine standardisierte Größe sorgt für ein ruhiges Gesamtbild im Formular-Layout.Padding: = 2; 2; 2; 2 → Ein minimaler Innenabstand verhindert, dass der Text am Rand „klebt“, was die Lesbarkeit erhöht.CustomizationFormText: = Die Bezeichnung „Aktuelle Bearbeitungsstufe“ erleichtert Administratoren das Auffinden des Elements im Layout-Editor (Drag-and-Drop).
Dynamik im Workflow: Vor und Zurück
Der Status ist kein Einbahnstraßen-System. Ein intelligenter Workflow erlaubt Flexibilität:
Vorwärts (nächste Stufe):
- Sobald ein Abschnitt (z. B. die Personalbesetzung oder die Checkliste) erfolgreich kontrolliert wurde, wird die Stufe manuell oder automatisiert erhöht. Dies signalisiert der nächsten Instanz (z. B. dem Wachabteilungsleiter), dass seine Prüfung nun erforderlich ist.
Rückwärts (Korrektur):
- Fallen bei der Prüfung Fehler auf, kann der Status von „Freigegeben“ zurück auf „In Arbeit“ gesetzt werden.
Best Practice: Nutzen Sie hierbei ein Kommentarfeld. Eine Rücksetzung sollte immer begründet werden (z. B. „Personalnummer bei Maschinist HLF fehlt“), um Rückfragen zu vermeiden.
Best Practices für die Administration
Konsistenz: Verwenden Sie dieselben Farbcodes (Gelb/Grün) in allen Modulen (Wachbuch, Einsatzbericht, Inventur), um die Lernkurve für die Mitarbeiter flach zu halten.
Transparenz: Implementieren Sie bei Statusänderungen eine automatische Protokollierung, damit im Nachhinein nachvollziehbar ist, wer wann den Status auf „Abgeschlossen“ gesetzt hat.