Konkret mögliche Nutzungen des Objekts „Fahrzeug-Wachenwechsel“

Dieses Modul sorgt dafür, dass die Fahrzeugverfügbarkeit nicht nur auf dem Papier, sondern auch im digitalen System stets der Wahrheit entspricht.

Es dient der Erfassung, Anzeige und Nachverfolgung von temporären oder dauerhaften Änderungen bei der Fahrzeugzuordnung zwischen verschiedenen Wachen (z. B. bei Werkstattaufenthalt, Vertretung, Umstrukturierung). Es schafft Transparenz und Planbarkeit im Einsatz- und Dienstbetrieb.

Operative Einsatzdokumentation

  • Präzise Standortverfolgung: Erfassen Sie minutengenau, wann ein Fahrzeug physisch von Wache A nach Wache B verlegt wurde.

  • Transparente Begründung: Jede Verlegung wird mit einem Grund hinterlegt (z. B. „Werkstattaufenthalt“, „Kompensation eines Defekts“ oder „geplante Vertretung“). Dies ist entscheidend für die spätere statistische Auswertung der Fahrzeugverfügbarkeit.

  • Vermeidung von Fehlplanungen: Durch die zentrale Erfassung wird verhindert, dass Fahrzeuge in Dispositionsübersichten an Standorten auftauchen, an denen sie sich faktisch nicht befinden.

Optimierung der Dienst- und Wachbuchplanung

Dynamische Standortanzeige:

  • Das System erkennt, welche Fahrzeuge aktuell einer Wache zugeordnet sind. Wenn ein Reservefahrzeug (z. B. ein Reserve-HLF) für eine Woche eine Stammwache vertritt, erscheint dieses Fahrzeug automatisch in der Besetzungsliste dieser Wache, während das Stammfahrzeug ausgeblendet wird.

Unterstützung von Wechselsystemen:

Ideal für Organisationen mit:

  • Reservepool: Schnelle Zuweisung von Ersatzfahrzeugen bei Ausfällen.

  • Temporären Standorten: Verwaltung von Fahrzeugen an Außenstandorten (z. B. während Baumaßnahmen oder Großveranstaltungen).

  • Pool-Systemen: Wenn Fahrzeuge nicht fest einer Wache, sondern nach Bedarf zugeordnet werden.

Zusammenfassung des Nutzwerts:

Funktion → Effekt im Dienstalltag

  • Zentrales Register: → Jederzeit Auskunft:"Wo steht Fahrzeug X gerade?"

  • Automatisierung: → Reduziert den Pflegeaufwand im Wachbuch bei Fahrzeugtausch.

  • Historisierung: → Lückenloser Nachweis über Standorte für Wartung und Abrechnung.

Praxis-Tipp: Die „Verschiebe-Logik“:

Nutzen Sie das Modul in Verbindung mit der Sichtbarkeitslogik der Personal-Tabelle. Sobald ein Fahrzeug per „Wachenwechsel“ einer neuen Wache zugeordnet wird, können Sie die entsprechenden Besetzungsfelder in der Personal-Tabelle automatisch einblenden lassen.

Berechtigungsgesteuerte Anzeige

Die Kontrolle über das Modul „Fahrzeug-Wachenwechsel“ erfolgt über ein granulares Rechtesystem. Im gezeigten Beispiel wird dies über die Rolle FKTEZDISPONENT (Fachkraft Einsatzzentrale Disponent) gesteuert.

Trennung von Zuständigkeiten:

Durch die Zuweisung spezifischer Berechtigungen definieren Sie den Handlungsspielraum der Nutzergruppen:

  • Disposition (EZ): Darf Fahrzeuge verschieben, um die Gebietsabdeckung zu gewährleisten.

  • Werkstatt: Kann Fahrzeuge als „In Wartung“ kennzeichnen und den Standort auf den Werkstatt-Bereich ändern.

  • Wachleitung: Hat oft Leserechte, um die aktuelle Verfügbarkeit für die eigene Schichtplanung einzusehen, ohne die Standorte global zu verändern.

Anwendungsszenarien in der Praxis

Praxis-Szenarien und ihr Nutzwert:

Die folgende Tabelle zeigt, wie das Modul den Informationsfluss in verschiedenen Alltagssituationen optimiert:

  • Szenario → Aktion im Modul → Konkreter Nutzen

  • Werkstattaufenthalt: → TLF 4000 wird an "Werkstatt" übertragen → Rechtssicherer Dokumentation der Übergabe und Standortänderung.

  • Fahrzeugausfall: → Reserve - LF wird der Einsatzwache zugeordnet → Das Einsatzfahrzeug erscheint sofort korrekt im Wachbuch der Wache.

  • IT-Wartung/Controlling: → Abruf der Bewegungsdaten → Lückenlose Historie über alle Fahrzeugverschiebungen für Auswertungen.

  • Einsatzplanung: → Schichtführer prüft IST-Zustand → Planung basiert auf real verfügbaren Fahrzeugen, nicht auf SOLL-Beständen.

Zusammenfassung des Mehrwerts:

Die Kombination aus technischer Dokumentation und Berechtigungslogik macht den Fahrzeug-Wachenwechsel zu einem mächtigen Werkzeug:

  • Transparenz: Jederzeitige Klarheit über den Verbleib von Großfahrzeugen.

  • Sicherheit: Nur autorisierte Rollen (z. B. Disponenten) können taktische Verschiebungen vornehmen.

  • Effizienz: Automatisierte Aktualisierung der Wachbücher spart manuelle Korrekturen bei Fahrzeugtausch.

Formularsteuerung (Layout-Einstellungen)

Über die Parameter im Layoutbereich steuern Sie die visuelle Präsenz und das Verhalten des Objekts „Fahrzeug-Wachenwechsel“.

  • Dynamische Sichtbarkeit: Mithilfe von Visibility und Rollenfiltern (wie FKTEZDISPONENT) wird das Modul nur den Personen angezeigt, die tatsächlich Fahrzeuge disponieren dürfen. Für den normalen Maschinisten bleibt das Feld unsichtbar, was die Oberfläche übersichtlich hält.

  • Einbettung: Durch Size und Padding (Abstände) lässt sich das Modul nahtlos in bestehende Ansichten einfügen, sodass es wie ein nativer Teil des digitalen Wachbuchs wirkt.

  • Individualisierung: Sie können die Eingabemasken so zuschneiden, dass nur die für den Wachenwechsel relevanten Felder (z. B. Von/Nach/Grund) Platz einnehmen.


Technische Parameter im Überblick

Basierend auf Ihrem Beispiel sind folgende Einstellungen für die Systemstabilität und Benutzerführung entscheidend:

Parameter → Einstellung im Beispiel → Wirkung im System

  • Rollen:FKTEZDISPONENT [Schreiben] → Nur Disponenten mit Schreibrechten können Änderungen vornehmen.

  • Text:„Fahrzeugwachenwechsel“ → Der Titel, unter dem der Nutzer die Funktion im Formular erkennt.

  • MinSize / Size:Fixierte Werte → Garantiert, dass das Modul auf unterschiedlichen Bildschirmen (Tablet/Desktop) lesbar bleibt.

  • ShowInCustomizationForm:True → Administratoren können das Feld im Layout-Editor jederzeit per Drag-and-Drop verschieben.


Technische Hinweise

Die korrekte Konfiguration dieses Moduls hat Auswirkungen, die über das reine Aussehen hinausgehen:

  • Layout-Struktur: Das Modul ist als Gruppe eingebettet. Das bedeutet, wenn Sie die Gruppe verschieben oder ausblenden, werden alle darin enthaltenen Einzelelemente (Datum, Fahrzeugwahl, Zielwache) gemeinsam verschoben.

  • Berechtigungs-Logik: Änderungen an Größe oder Position wirken sich unmittelbar auf die Ansicht aller berechtigten Nutzer aus. Ein zu klein gewähltes Fenster kann dazu führen, dass wichtige Begründungstexte abgeschnitten werden.

  • Abhängigkeiten: Bei einer Deaktivierung des Moduls (z. B. durch falsche Layout-Filter) riskieren Sie, dass der Fahrzeugstatus im Tagesdienst oder Wachplan nicht mehr aktuell gespiegelt wird. Das System „weiß“ dann zwar im Hintergrund vom Wechsel, zeigt ihn aber dem Personal nicht an.

Experten-Tipp:

Nutzen Sie die Eigenschaft EmptyValuePrompt (falls verfügbar), um im Feld des Wachenwechsels einen Hilfetext wie "Grund für Werkstattfahrt angeben..." einzublenden. Das erhöht die Datenqualität der Einträge durch die Nutzer.

Nutzungsmöglichkeiten der dargestellten Parameter

Durch die Definition von Einsatzgruppen und Diensten schaffen Sie einen logischen Rahmen, der nur relevante Daten zulässt.

Einsatzgruppen definieren (Einsatzgruppen: Berufsfeuerwehr):

Sie können festlegen, dass der Wechselprozess nur für bestimmte Fahrzeuggattungen gilt.

  • Beispiel: Sie schränken die Auswahl auf die Gruppe „Berufsfeuerwehr“ ein.

  • Vorteil: Fahrzeuge des 0Rettungsdienstes oder Krankentransports, tauchen in diesem speziellen Modul gar nicht erst auf. Dies verhindert, dass ein Disponent versehentlich einen RTW einer Brandschutz-Wache zuordnet.

Dienste einschränken und zuweisen:

In der Ansicht der Dienst-Eigenschaften bestimmen Sie die organisatorischen Ziele eines Wechsels:

Im Beispiel dargestellt sehen Sie:

  • Verfügbare Dienste: Alle im System hinterlegten Bereiche (z. B. Werkstatt, Wachabteilung 1-4, Sonderfahrzeuge).

  • Zugewiesene Dienste: Nur die Dienste in dieser Liste können als „Ziel“ für einen Fahrzeugwechsel ausgewählt werden.

Effekt: Ein Fahrzeug, kann nur dorthin verschoben werden, wo es organisatorisch auch hingehört.


Steuerung der Benutzerführung

Reihenfolge im Auswahlmenü:

Die manuelle Sortierung in der Spalte „Auswahl & Reihenfolge“ wirkt sich direkt auf die Benutzeroberfläche der Applikation aus:

  • Sie können die wichtigsten Ziele (z. B. die Hauptwachen) ganz nach oben schieben.

  • Logische Abfolge: 1. Berufsfeuerwehr, 2. Werkstatt, 3. Sonderfahrzeuge.

Flexibilität durch „Akzeptierte andere Fahrzeuge“:

Ein besonders wichtiger Parameter ist Akzeptierte andere Fahrzeuge = True:

  • Bedeutung: Ermöglicht es, auch Fahrzeuge in den Prozess einzubeziehen, die normalerweise nicht der Hauptgruppe zugeordnet sind (z. B. externe Leihfahrzeuge oder fahrzeugfremde Reserveeinheiten).

  • Nutzen: Dies ist essenziell für eine flexible Einsatzplanung, wenn beispielsweise ein Werkstatt-Ersatzfahrzeug temporär den Funkrufnamen eines Stammfahrzeugs übernimmt.

Zusammenfassung der Vorteile:

Parameter → Funktion → Ergebnis

  • Einsatzgruppe: → Filtert den Fahrzeugstamm. → Weniger Auswahlmöglichkeiten = weniger Fehler.

  • Dienste: → Definiert Zielstandorte. → Fahrzeuge landen nur an gültigen Orten.

  • Reihenfolge: → Sortiert die Menüs. → Schnellere Bedienung durch ergonomische Listen.

  • Akzeptierte Fahrzeuge: → Erlaubt Ausnahmen. → System bleibt bei unvorhersehbaren Defekten flexibel.

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