Sollstärke
Das Objekt Sollstärke unter den Versteckten Objekten ist ein präzises Werkzeug, um die Personalplanung und Einsatzbereitschaft transparenter darzustellen. Es dient als definierter Referenzwert für die benötigten Ressourcen.
Voraussetzungen vor dem Start
Vor der Konfiguration der Sollstärke sollten folgende Punkte geklärt sein:
Berechtigungen: Zugriff auf den Layout-Editor und die versteckten Objekte ist vorhanden.
Fachlogik: Es ist klar definiert, welche Sollwerte für welche Funktionen oder Gruppen gelten.
Datenbasis: Die Zuordnung zwischen Sollstärke, Personal-Tabelle und Funktionen ist konsistent vorbereitet.
Testkontext: Änderungen werden vor der produktiven Nutzung in einem Testlayout geprüft.
Häufige Fragen
Wofür wird die Sollstärke im Alltag genutzt?
- Zur schnellen Kontrolle, ob die erforderliche Mindestbesetzung pro Funktion oder Gruppe erreicht ist.
Was passiert, wenn Soll- und Ist-Werte abweichen?
- Dann wird eine Unterbesetzung oder Überbesetzung sichtbar, sodass gezielt nachgesteuert werden kann.
Darf der Zuordnungsschlüssel nachträglich geändert werden?
- Nein. Technische Schlüssel sollten nach der Einrichtung stabil bleiben.
Wann sollte die automatische Korrektur verwendet werden?
- Nur dann, wenn auch bereits bestehende Layouts bewusst auf den neuen Sollwert reagieren sollen.
Was passiert wenn ...?
... die Zuordnung zwischen Sollstärke und Personal-Tabelle nicht passt?
- Dann bleibt der Ist-Wert unvollständig oder wird falsch berechnet.
... ein Sollwert zu niedrig oder zu hoch gesetzt ist?
- Dann vermittelt die Anzeige ein falsches Bild der Einsatzbereitschaft.
... das Element deaktiviert wird?
- Dann bleibt es gespeichert, wird aber nicht mehr in die Berechnung einbezogen.
... die Gültigkeit einer Serie falsch definiert ist?
- Dann erscheinen Sollwerte zum falschen Zeitpunkt oder gar nicht im Layout.
Definition von Personalbedarf (Sollwerte):
- Festlegung der erforderlichen
Mindestanzahlan Einsatzkräften für spezifische Gruppen (z. B. Beamte, Disponenten, Angriffstrupp, Maschinist).
Vergleich Soll/Ist:
- In Kombination mit dem Objekt „Ist-Stärke“ oder der „Anwesenheitsliste“ erkennt das System automatisch, ob die aktuelle Anwesenheit ausreichend ist.
Dynamische Warnung:
- Mithilfe von
Formelobjektenoder bedingten Formatierungen können Warnungen (z. B. Rotfärbung) bei Unterbesetzung ausgelöst werden.
Planungshilfe:
- Integration im Wachbericht, um auf einen Blick zu sehen, wie viele Kräfte pro Tag oder Schicht zwingend erforderlich sind.
Logische Verknüpfung und visuelle Steuerung:
Das Objekt entfaltet sein volles Potenzial erst durch die Verknüpfung mit anderen Elementen:
Referenzwerte: Die Sollstärke bildet die Basis für automatische Berechnungen.Visuelle Hervorhebung: Durch Schwellenwerte können Felder bei Unterschreitung der Sollstärke automatisch farblich hinterlegt werden.Transparenz: Disponenten oder Wachführer sehen sofort, welche Gruppen unterbesetzt sind, ohne manuell nachrechnen zu müssen.
Relevante Parameter für die Sollstärke:
Bei der Konfiguration im Anpassungsdialog sollten Sie auf folgende Parameter achten:
Zuordnungsschlüssel: Eindeutige Kennung für die jeweilige Funktionsgruppe (z. B. Soll_Maschinist).Standardwert: Die numerische Anzahl der benötigten Personen für diese Funktion.Kriterium: Verknüpfung mit dem entsprechenden "Ist-Wert"-Feld zur Differenzberechnung.
Verknüpfung von Sollstärke mit der Personal-Tabelle
Damit die Personalplanung im Wachbuch automatisiert funktioniert, müssen das Steuerelement Sollstärke (Vorgabe) und das Steuerelement Personal-Tabelle (Ist-Zustand) technisch miteinander interagieren.
Das Steuerelement Personal-Tabelle:
Die Personal-Tabelle fungiert als Datenquelle für den aktuellen Personalbestand. Screenshot-Details:
Die Abbildung zeigt die Personal-Tabelle als Datenbasis für den Ist-Zustand.
Sichtbar sind Personen mit zugewiesener Funktion und der daraus abgeleiteten aktuellen Stärke.
Diese Ansicht dient als Grundlage für den Soll-Ist-Abgleich und die Bewertung der Einsatzbereitschaft.
Typischer Fehler: Funktionen in der Personal-Tabelle sind nicht konsistent gepflegt, wodurch der Ist-Wert nicht sauber berechnet wird.
So vermeiden: Funktionen vor der Auswertung prüfen und die Zuordnung in der Tabelle stichprobenartig gegen die Sollstärke kontrollieren.
Inhalt: Sie listet alle tatsächlich im Dienst befindlichen Personen auf.Zuweisung: Jeder Person ist eine spezifischeFunktion(z. B. Feuerwehrmann, Zugführer, Maschinist) zugeordnet.Datenbasis: Diese Tabelle liefert die numerische Grundlage für die Berechnung derIst-Stärke.
Funktionsweise des Abgleichs:
Das System führt im Hintergrund einen permanenten Abgleich zwischen den beiden Steuerelementen durch:
Ist-Stärke(HerkunftPersonal-Tabelle): Ergibt sich aus den aktuell eingetragenen Personen je Funktion.Soll-Stärke(HerkunftSollstärke-Element): Stammt aus den vordefinierten Mindestwerten in den Versteckten Objekten.
Das Ergebnis des Vergleichs.
Durch die Verknüpfung dieser beiden Elemente kann das Wachbuch in Echtzeit folgende Informationen visualisieren:
Personalengpässe: Wenn die Anzahl der Personen in der Personal-Tabelle kleiner ist als der vordefinierte Sollwert (Ist < Soll).
Personalüberschüsse: Wenn mehr Personal als gefordert anwesend ist (Ist > Soll).
Status der Einsatzbereitschaft: Eine sofortige Anzeige (z. B. durch Farbumschlag), ob die Schicht gemäß den Vorgaben voll einsatzfähig ist.
Voraussetzungen
Damit die Automatisierung zwischen den Steuerelementen greift, müssen folgende Konfigurationsschritte im Wachbuch-Layout abgeschlossen sein:
Strukturvorgabe: Das Steuerelement
Personal-Tabellemuss innerhalb der entsprechenden Baumstruktur im Wachbuch-Layout korrekt platziert und aktiviert sein.Datenzuweisung: Jeder in der Tabelle geführten Person muss eine
Funktion(z. B. Zugführer, Maschinist) zugewiesen sein.
Wichtig!: Die Funktionsbezeichnung in der Personal-Tabelle (z. B. „Feuerwehrmann“) muss exakt (zeichengetreu) mit der Bezeichnung im Sollstärke-Eintrag übereinstimmen. Nur so kann das System die Werte korrekt zuordnen.
Anwendung in der Praxis:
Die Kombination dieser Elemente bietet einen direkten Mehrwert für die tägliche Personalführung:
Einsatzbereiche:
Schichtplanung: Schnelle Prüfung, ob die Mindestbesetzung für die kommende Schicht erreicht ist.
Personalverteilung: Gezielte Umverteilung von Kräften bei Funktionsüberschüssen in einer Gruppe zu einer unterbesetzten Gruppe.
Einsatzbereitschaft: Sofortige Transparenz für die Leitstelle oder den Wachführer über die tatsächliche Stärke.
Dynamische Aktualisierung:
Ein wesentlicher Vorteil ist die Echtzeit-Aktualisierung: Jede Änderung, die Sie in der Personal-Tabelle vornehmen (z. B. Hinzufügen einer Person oder Ändern einer Funktion), wirkt sich unmittelbar auf die berechnete Ist-Stärke in der Sollstärketabelle aus. Es ist kein manuelles Speichern oder Neuladen des Formulars erforderlich, um den aktuellen Status zu sehen.
Anleitung zur Nutzung des Steuerelements Sollstärke
Die Verwaltung der Sollstärken erfolgt zentral im Editor und ermöglicht eine feingranulare Definition Ihres Personalbedarfs
Aufruf der Konfiguration:
Abbildungs-Details:
Die Abbildung zeigt den Konfigurationsbereich mit dem ausgewählten Sollstärke-Element und den zugehörigen Stammdaten-Einträgen.
Sichtbar sind die Liste der Funktionen, deren Soll-Anzahl sowie die Aktivierung per Häkchen.
Diese Ansicht dient dazu, Sollwerte zentral zu pflegen und für die Berechnung zu aktivieren.
Typischer Fehler: Eintrag ist angelegt, aber nicht aktiviert und erscheint deshalb nicht in der Berechnung.
So vermeiden: Nach jeder Pflege den Aktiv-Status prüfen und die Anzeige im Frontend stichprobenartig kontrollieren.
Navigieren Sie im Wachbuch-Editor zum Menüpunkt Sollstärken. Hier erhalten Sie Zugriff auf alle hinterlegten Funktionsgruppen und deren Zielwerte.
Stammdaten Einträge verwalten:
In der unteren Ansicht (
Einträge verwalten) verwalten Sie die liste der Funktionen. Jeder Eintrag besteht aus:Anzeigenamen: Bezeichnung der Funktion (z. B. „Zugführer“).Soll-Anzahl: Die numerische Vorgabe für die Mindestbesetzung.Aktiv-Häkchen: Bestimmt, ob dieser Eintrag aktuell in die Berechnung einfließt.
Details zum Element festlegen:
Sobald Sie einen Eintrag (z. B. „Feuerwehrmann“) markiert haben, können Sie im Bereich Gewähltes Element unter dem Reiter Daten spezifische Details definieren:
Soll-Anzahl definieren: Legen Sie den exakten Wert fest (z. B. 4). Dies bedeutet, dass mindestens 4 Personen mit dieser Funktion anwesend sein müssen.Kriterien hinzufügen: Dies ist das Herzstück der Zuordnung. Hier verknüpfen Sie den Sollwert mit den tatsächlichen Daten:Nutzen Sie Funktionen (z. B. „Feuerwehrmann“, „Maschinist“) als Kriterium.
Filtern Sie bei Bedarf nach weiteren Eigenschaften wie
Aufgaben,RessourcenoderQualifikationen.
Reihenfolge bestimmen: Legen Sie fest, in welcher Sortierung die Funktionen im Frontend (für den Anwender) angezeigt werden sollen.
Aktivieren/Deaktivieren:
Über das Kontrollkästchen
Aktivsteuern Sie die Relevanz:Aktiviert: Der Eintrag wird im Wachbuch angezeigt und gegen die Ist-Stärke geprüft.Deaktiviert: Der Eintrag bleibt im System gespeichert, wird aber vorübergehend aus allen Berechnungen und Anzeigen im Frontend ausgeblendet.
Fortgeschrittener Tipp für die Kriterien:
Stellen Sie sicher, dass beim Hinzufügen von Kriterien die logische Verknüpfung exakt die Personen aus der Personal-Tabelle herausfiltert, die für diese Sollstärke zählen sollen. Eine falsche Filterung führt dazu, dass die Ist-Stärke dauerhaft auf „0“ bleibt, obwohl Personal eingetragen ist.
Fortgeschrittene Konfiguration & Visualisierung
Neben der reinen Definition von Werten bietet das System Werkzeuge zur Automatisierung und zeitlichen Steuerung der Personalvorgaben.
Screenshot-Details:
Die Abbildung zeigt die Serienbearbeitung für die zeitliche Gültigkeit von Sollstärken.
Sichtbar sind Einstellungen für automatische Korrektur, Wiederholungsmuster und den Gültigkeitszeitraum.
Diese Ansicht dient dazu, Sollwerte zeitlich gezielt und wiederkehrend zu steuern.
Typischer Fehler: Die Serie ist korrekt angelegt, aber der Gültigkeitszeitraum deckt den gewünschten Zeitraum nicht ab.
So vermeiden: Start- und Enddatum sowie RRULE direkt nach dem Speichern kontrollieren.
Automatisierung und Gültigkeit:
Automatische Korrektur: Ist dieser Parameter aktiviert, passt das System die Sollstärke rückwirkend an.Beispiel: Ändern Sie den Sollwert von 4 auf 5, werden auch bereits existierende Wachberichte auf den neuen Wert aktualisiert.
Gültigkeit (Serie): Über die Funktion „Serie bearbeiten“ legen Sie fest, wann ein Sollwert gilt (z. B. täglich, wöchentlich oder nur an Wochenenden).Zeitraum & RRULE: Sie können eine Seriendauer mitStart- und Enddatumdefinieren oder per „Import“ komplexe Wiederholungsmuster (RRULE) einfügen.
Speichern & Anwenden:
Um die Konfiguration abzuschließen:
Bestätigen Sie Ihre Änderungen über die Schaltfläche
Übernehmenoder denGrünen Haken.Die Werte werden unmittelbar in die Wachbuch-Übersicht übertragen und stehen für den Live-Vergleich mit der Personal-Tabelle bereit.
Visualisierung im Dienst:
Die tatsächliche Auswertung findet für den Anwender im Formularbereich statt, beispielsweise unter „Stärke Einsatzdienst“.
Screenshot-Details:
Die Abbildung zeigt die Soll-Ist-Ansicht für den direkten Abgleich im Wachbuch.
Sichtbar sind Sollwert, Ist-Wert und farbliche Warnsignale bei Unterbesetzung.
Diese Ansicht dient der schnellen Beurteilung, ob die Mindeststärke erreicht ist.
Typischer Fehler: Der Sollwert ist korrekt, aber die Ist-Stärke bleibt wegen falscher Funktionen auf Null.
So vermeiden: Vor der Auswertung die Funktionszuordnung und die Verknüpfung zur Personal-Tabelle prüfen.
Soll-Ist-Vergleich: Im Formular werden die vordefinierte Soll-Stärke und die tatsächliche Ist-Stärke direkt nebeneinander angezeigt.Visuelle Warnsignale: Durch farbige Markierungen oder die Anzeige von Differenzzahlen (z. B. -1) wird sofort ersichtlich, ob eineUnterbesetzungvorliegt.Transparenz: Führungskräfte sehen auf einen Blick, ob die Mindestbesetzung für den aktuellen Dienst erfüllt ist.
Hinweis: Die visuelle Darstellung (z. B. Farbumschlag bei Unterbesetzung) wird über die im vorangegangenen Abschnitt erwähnten
Formelobjekteoderbedingten Formatierungengesteuert.
Qualitätscheck
Nach Anpassungen an der Sollstärke empfiehlt sich ein kurzer Prüflauf:
Zuordnung korrekt: Stimmen Sollstärke, Personal-Tabelle und Funktionskriterium überein?
Aktivierung geprüft: Sind die relevanten Einträge aktiviert und sichtbar?
Serie korrekt: Gilt der Sollwert im gewünschten Zeitraum?
Ist-Wert plausibel: Reagiert die Anzeige auf Änderungen in der Personal-Tabelle?
Warnlogik wirksam: Werden Unterbesetzungen korrekt farblich oder numerisch dargestellt?
Häufige Fehler und schnelle Lösung
Ist-Wert bleibt bei 0: Funktionsbezeichnung und Kriterium auf Zeichenübereinstimmung prüfen.
Eintrag erscheint nicht: Aktiv-Häkchen und Gültigkeit der Serie kontrollieren.
Farbliche Warnung fehlt: Formelobjekt oder bedingte Formatierung prüfen.
Falscher Sollwert sichtbar: Standardwert und Zuordnungsschlüssel gegenprüfen.
Go-Live-Check (Kurz)
[ ] Sollwerte fachlich freigegeben
[ ] Zuordnung zur Personal-Tabelle getestet
[ ] Serien und Gültigkeitszeitraum geprüft
[ ] Soll-Ist-Darstellung validiert
[ ] Ergebnis dokumentiert und freigegeben
Änderungsprotokoll (Kurz)
Datum/Zeit: ____________________
Funktion/Eintrag: ____________________
Altwert → Neuwert: ____________________
Grund: ____________________
Bearbeiter/Freigabe: ____________________