Medien
Die Mediengruppen im Wachbuch ermöglichen das strukturierte Erfassen und Anzeigen von genutzten Medien wie Internet, Radio, Zeitschriften oder Printmedien. Diese Funktion dient primär der Dokumentation von Informationsquellen, die im Einsatz- oder Tagesverlauf zur Lagebeurteilung oder allgemeinen Information genutzt wurden.
Voraussetzungen vor dem Start
Vor der Konfiguration der Mediengruppen sollten folgende Punkte geklärt sein:
Berechtigungen: Zugriff auf den Layout-Editor und die Bearbeitungsebene des Wachbuchs ist vorhanden.
Rollenrechte: Das Benutzerkonto verfügt über die notwendigen Rechte zur Konfiguration von Layouts und Eigenschaften.
Stammdaten: Die gewünschten Medienquellen (Titel, Kürzel, Typ) sind vorab definiert und strukturiert.
Testkontext: Änderungen werden vor der produktiven Nutzung in einem Testlayout geprüft.
Häufige Fragen
Wofür werden Mediengruppen im Wachbuch genutzt?
- Zur lückenlosen Dokumentation, welche Informationsquellen wann und über welchen Kanal die Wache oder Einsatzleitung erreicht haben.
Muss jede Medienquelle einzeln in den Stammdaten hinterlegt werden?
- Ja. Nur so können Nutzer aus einer strukturierten Liste wählen statt Freitext einzugeben, was Tippfehler verhindert und Auswertungen ermöglicht.
Können neue Medienquellen jederzeit ergänzt werden?
- Ja. Im Zeichenfolgen-Editor reicht es, eine neue Zeile hinzuzufügen, um eine weitere Medienart freizuschalten.
Wie viele Kategorien sollten maximal angelegt werden?
- Maximal 5–10 übergeordnete Kategorien (z. B. Print, Web, Funk, TV, Social Media) garantieren auch unter Einsatzstress eine schnelle Orientierung.
Was passiert wenn ...?
... die Medienanzeige im Layout nicht aktiviert ist?
- Dann sind die Mediengruppen für den Endbenutzer im Wachbuch nicht sichtbar, auch wenn Stammdaten gepflegt sind.
... keine Medienquellen in den Stammdaten hinterlegt sind?
- Dann müssen Nutzer manuell Freitext eingeben, was die Auswertbarkeit und Einheitlichkeit der Daten einschränkt.
... Kürzel in den Stammdaten nicht eindeutig vergeben sind?
- Dann entstehen Verwechslungen bei Exporten und statistischen Auswertungen.
... die Reihenfolge im Zeichenfolgen-Editor nicht gepflegt wird?
- Dann erscheinen häufig genutzte Medien weit unten in der Liste, was die Eingabe im Tagesbetrieb verlangsamt.
Typische Medienquellen:
In der Eintragsverwaltung können Sie beispielsweise folgende Medien definieren:
Internet: Webseiten von Behörden, Wetterdienste (DWD), Nachrichtenportale.
Radio/TV: Regionale Sender für Verkehrsmeldungen oder Katastrophenwarnungen.
Printmedien: Fachzeitschriften, Tageszeitungen, Dienstanweisungen in Papierform.
Soziale Medien: Offizielle Kanäle von Partnerorganisationen (Polizei, Rettungsdienste).
Relevante Parameter im Formular:
Bei der Anpassung des Medien-Elements stehen folgende Parameter zur Verfügung:
Bezeichnung: Name des Mediums.Aktiv: Schaltet die Auswahlmöglichkeit im Wachbuch frei oder sperrt sie.Sortierung: Legt fest, in welcher Reihenfolge die Medien in der Liste erscheinen.
Konfigurationsschritte
Aktivierung der Medienanzeige:
Damit das Element für die Anwender im Wachbuch sichtbar und nutzbar wird, muss es im Layout-Editor explizit freigeschaltet werden.
Screenshot-Details:
Die Abbildung zeigt den Layout-Editor mit der Eigenschaft „
Mediengruppen anzeigen" und dem zugehörigen Schalter.Sichtbar ist der Konfigurationsbereich mit dem Pfad zum Element sowie dem auf
Truegesetzten Eigenschaftswert.Diese Ansicht dient dazu, die Medienanzeige für den Endbenutzer grundsätzlich freizuschalten.
Typischer Fehler: Die Eigenschaft „Mediengruppen anzeigen" bleibt auf
False, obwohl Stammdaten bereits gepflegt sind.So vermeiden: Nach der Aktivierung das Wachbuchformular im Vorschaumodus öffnen und die Anzeige der Mediengruppe prüfen.
Pfad: Navigieren Sie im Editor zum entsprechendenLayout-Element(z. B. im Bereich der Tagesereignisse oder Einsatzdokumentation).Eigenschaft: Suchen Sie in der Liste der Eigenschaften den Punkt „Mediengruppen anzeigen".Wert setzen: Ändern Sie den Wert auf True (Häkchen setzen).
Was bewirkt diese Einstellung?
Sichtbarkeit: Erst durch diesen Schritt werden die Mediengruppen im Wachbuchformular für den Endbenutzer eingeblendet.Interaktion: Die im Hintergrund definierten Medien (Internet, Radio, etc.) stehen nun zur Auswahl oder Dokumentation bereit.Platzierung: Das System reserviert automatisch den vorgesehenen Platz im Formular, um die Medienliste sauber darzustellen.
Mediengruppen in den Daten definieren
Nachdem die Anzeige grundsätzlich aktiviert wurde, müssen Sie festlegen, welche spezifischen Medienarten zur Auswahl stehen sollen. Dies geschieht über den Zeichenfolgen-Editor.
Vorgehensweise:
Editor öffnen: Wählen Sie das betroffene Layout-Element aus und klicken Sie in den Eigenschaften auf das Feld für die Dateneingabe (meist durch ein Drei-Punkt-Symbol...oder „Einträge bearbeiten" gekennzeichnet), um denZeichenfolgen-Editorzu öffnen.Medienarten eintragen: Tragen Sie jede gewünschte Medienart in eineneue Zeileein. Jede Zeile entspricht später einem auswählbaren Eintrag im Formular.
Screenshot-Details:
Die Abbildung zeigt den Zeichenfolgen-Editor mit den eingetragenen Medienarten je Zeile.
Sichtbar sind die einzelnen Kategorien (z. B. Internet, Radio, Zeitschriften) als separate Zeilen.
Diese Ansicht dient dazu, die auswählbaren Mediengruppen im Wachbuchformular zu definieren.
Typischer Fehler: Mehrere Medienarten werden in eine Zeile geschrieben, wodurch sie als ein einziger Eintrag behandelt werden.
So vermeiden: Jede Medienart konsequent in eine eigene Zeile eintragen und die Vorschau im Editor nutzen.
Beispiel für die Eingabe:
Internet
Radio
Zeitschriften
TV
Social Media
Was bewirkt diese Einstellung?
Listenbildung: Das System generiert aus diesen Zeilen automatisch die Auswahlmöglichkeiten (z. B. als Checkliste oder Dropdown-Menü) im Wachbuch.Struktur: Durch die zeilenweise Trennung wird sichergestellt, dass die Einträge sauber untereinander in der Datenbank und im Frontend verarbeitet werden.Erweiterbarkeit: Sie können jederzeit neue Medienarten (z. B. „Presseportal" oder „Wetterdienst") hinzufügen, indem Sie eine weitere Zeile im Editor ergänzen.
Tipp für die Praxis:
Achten Sie auf eine logische Reihenfolge im Editor (z. B. die am häufigsten genutzten Medien nach oben), da die Zeilenfolge in der Regel die spätere Sortierung im Formular bestimmt.
Medienquellen in den Stammdaten hinterlegen
Um im Wachbuch nicht nur die Art des Mediums (z. B. „Radio"), sondern die konkrete Quelle (z. B. „WDR 2") auswählen zu können, müssen diese in der Eintragsverwaltung hinterlegt werden.
Werkzeug: Einträge verwalten
Nutzen Sie die Tabellenansicht im Bereich Stammdaten / Einträge verwalten, um die Quellen strukturiert anzulegen.
Screenshot-Details:
Die Abbildung zeigt die Eintragsverwaltung mit der tabellarischen Übersicht der hinterlegten Medienquellen.
Sichtbar sind die Spalten Titel, Anwendung, Kürzel und Typ mit beispielhaften Einträgen.
Diese Ansicht dient dazu, konkrete Medienquellen für die präzise Auswahl im Wachbuchformular zu pflegen.
Typischer Fehler: Kürzel werden nicht eindeutig vergeben (z. B. mehrfach „MED"), was zu Verwechslungen bei Exporten führt.
So vermeiden: Kürzel vor dem Anlegen auf Eindeutigkeit prüfen und ein einheitliches Benennungsschema festlegen.
Titel / Anwendung / Kürzel / Typ
PrintMedien → DailyJournal → PRIM → Printmedien
KurierOnline → DailyJournal → KURI → Webportal
DailyJournal → DailyJournal / Print → DJ → Radio/Fernsehen
Bedeutung der Spalten:
Titel: Der Name der Quelle, wie er im Formular erscheint.Anwendung: Definiert, in welchem Modul oder Bereich des Systems die Quelle zur Verfügung steht.Kürzel: Eine technische Kurzform für platzsparende Tabellenansichten oder Exporte.Typ: Die übergeordnete Kategorie für Filterung oder statistische Auswertung.
Funktion und Nutzen:
Präzise Dokumentation: Im Wachbericht steht nicht nur „Internet", sondern „KurierOnline".Schnellauswahl: Nutzer müssen Namen nicht manuell tippen, was Tippfehler verhindert und Auswertungen ermöglicht.Zuweisung: Diese Quellen können im Wachbuch-Formular direkt den entsprechenden Vorkommnissen oder Tätigkeiten zugeordnet werden.
Anwendung im Wachbuch
Sobald die Konfiguration abgeschlossen ist, lässt sich die Mediennutzung nahtlos in den Dokumentations-Workflow integrieren.
Screenshot-Details:
Die Abbildung zeigt die fertige Medienansicht im Wachbuch aus Anwendersicht.
Sichtbar sind die Auswahlfelder für Mediengruppe und konkrete Quelle sowie die Möglichkeit zur Ergänzung von Zeitstempel und Zusatzinformationen.
Diese Ansicht dient der täglichen Erfassung genutzter Informationsquellen im Schichtbetrieb.
Typischer Fehler: Nutzer wählen nur die grobe Mediengruppe, ohne die konkrete Quelle aus den Stammdaten zuzuordnen.
So vermeiden: Im Einführungs-Training darauf hinweisen, dass die Quellenangabe für spätere Auswertungen zwingend erforderlich ist.
Beim Anlegen eines neuen Eintrags stehen dem Anwender folgende Optionen zur Verfügung:
Auswahl der Mediengruppe: Zunächst wird die grobe Kategorie festgelegt (z. B.RadiooderSocial Media).Hinterlegung der konkreten Quelle: Aus den Stammdaten wird die spezifische Quelle gewählt (z. B.Radio WDRoderTwitter/X - Polizei). Dies verhindert ungenaue Freitext-Eingaben.Ergänzung von Details: Bei Bedarf können ein präziserZeitstempel(wann wurde die Information empfangen?) oder Zusatzinformationen (z. B. Link zum Artikel, Name des Redakteurs) hinzugefügt werden.
Zentrale Vorteile der Medien-Dokumentation:
Einheitliche Nachvollziehbarkeit: Es wird lückenlos dokumentiert, welche Informationen wann und über welchen Kanal die Wache oder Einsatzleitung erreicht haben.
Klarheit im Einsatzfall: Bei widersprüchlichen Meldungen lässt sich schnell prüfen, welche Informationsquelle (z. B. „Augenzeuge via Social Media" vs. „Offizielle Pressemeldung") als Basis für eine Entscheidung diente.
Rechtssicherheit & Pressearbeit: Wichtig für die Rekonstruktion von Ereignisabläufen und schnelle Auskunftsbereitschaft bei Presseanfragen.
Lageauswertung: Statistische Analyse darüber, welche Medien im Tagesverlauf die wichtigsten Informationslieferanten sind.
Tipps zur nachhaltigen Pflege:
Regelmäßige Aktualität: Neue Medienquellen zeitnah einpflegen, um manuelle Freitext-Eingaben zu minimieren.
Strukturierte Kategorisierung: Maximal 5–10 übergeordnete Kategorien halten die Liste übersichtlich.
Sprechende Kürzel: Intuitive Kürzel wie „WAZ" sind für Auswertungen und Exporte wesentlich hilfreicher als generische Bezeichnungen wie „Zeitung1".
Automatischer Verfügbarkeitscheck des Medienspeichers
Das System prüft die Erreichbarkeit und Funktionsfähigkeit des Medienspeichers automatisch:
Aktionsbezogen: BeiHochladen,Herunterladen,LöschenundÖffnenvon Dateien.Hintergrundprüfung: Zusätzlich inregelmäßigen Abständen(ca. alle20–30 Sekunden).Testablauf: Es wird eineTestdatei angelegt, anschließendausgelesen(inklusive Inhaltsvergleich) und danachgelöscht.Fehleranzeige: Schlägt der Check fehl, erscheint unten links in der Statusleiste eine Meldung.
Medienspeicher deaktiviert
Dieser Hinweis signalisiert ein kritisches Problem in der Konfiguration der Dateiablage, das zu Datenverlust führen kann, da kein Speicherort definiert ist.
Das Problem
Wenn Sie diese Meldung sehen, ist kein Speicherort für Ihre Medien und Dokumente festgelegt.
Das bedeutet:
Sie können
keine Dateien hochladenHochgeladene Dateien gehen möglicherweise
verlorenDas System weiß nicht,
woDateien gespeichert werden sollen
Wann der Hinweis erscheint:
- Ort: Der Hinweis "
Medienspeicher deaktiviert" erscheintunten linksim Formular, wenn Sie die Einsatznachbearbeitung öffnen.
Lösung durch Administrator
Was der Administrator tun muss
Der Administrator muss einen Medienspeicherort konfigurieren.
Dateisystem konfigurieren
Schritte:
Netzwerkfreigabe einrichten (z. B.
\\Server\Medien\)Berechtigungen setzen(Lese-/Schreibrechte)Speicherort im System hinterlegenKonfiguration testen
Fragenkatalog
Kann ich das Problem selbst beheben?
Nein. Die Konfiguration erfordert Administratorrechte und technisches Wissen.
Sind meine bisherigen Dateien weg?
Nein. Bereits gespeicherte Dateien sind normalerweise noch vorhanden – nur vorübergehend nicht erreichbar.
Ausnahme: Wenn Sie während der Fehlermeldung Dateien hochgeladen haben, könnten diese verloren sein.
Wie dringend ist das Problem?
Sehr dringend!
| Priorität | Begründung |
|---|---|
Kritisch |
Datenverlust droht |
Hoch |
Systemfunktion eingeschränkt |
Sofort |
Administrator muss umgehend handeln |
Merke: Dieses Problem erfordert sofortiges Handeln durch den Administrator!
Was können Sie tun?
Dialog aufrufen
Sie können durch Anklicken des gelb hinterlegten Ausrufezeichens den Dialog "Ungültige Medienspeicher-Konfiguration" aufrufen.
Wichtig: Dieser Dialog zeigt nur das Problem – Sie können es
nicht selbst beheben!
Aufgrund des kritischen Konfigurationsmangels und der Gefahr von Datenverlust wenden Sie sich umgehend an:
Ihren
Administrator(IT-Abteilung)Oder an das
Lis Support-Team
Wann Lis Support kontaktieren:
Ihr
interner Administratorist nicht erreichbarDas Problem tritt
nach einem UpdateaufIhr
Administratorbenötigt Unterstützung
Bis zur Lösung
Was Sie NICHT tun sollten:
Keine Dateien hochladen– sie gehen verloren!Nicht ignorieren– das Problem löst sich nicht von selbst!Nicht selbst konfigurieren– erfordert Administratorrechte!
Was Sie tun können:
Kollegen informieren– niemand soll Dateien hochladenAlternative nutzen– Dokumente vorübergehend lokal speichernNachfassen– Administrator an Dringlichkeit erinnern
Typische Meldungen bei fehlendem Medienserver
Wenn kein Medienserver beziehungsweise kein BLOB-Storage-Provider konfiguriert ist, können folgende Meldungen erscheinen:
Abbildung: Statusleistenhinweis bei fehlender Medienserver-Konfiguration.
Statusleiste unten links:
Medienspeicher deaktiviertMedienserver-FehlerHinweisfenster:
Medienserver-Verbindung gestörtDas Hinzufügen und Holen von Dateien ist derzeit nicht möglich.Gemeldeter Fehler: No BLOB Storage provider was used! At least one provider must be configured to be able to use the BLOB Storing System.Dialog „Datei öffnen“:
Abbildung: Fehlerdialog beim Öffnen oder Hinzufügen von Medien ohne aktiven BLOB-Storage-Provider.
Beim Öffnen der Datei ist ein unerwarteter Fehler aufgetreten.Blob store is not healthy: No BLOB Storage provider was used! At least one provider must be configured to be able to use the BLOB Storing System.
Troubleshooting bei Medienserver-Fehlern
Sofortmaßnahmen für Anwender
Keine Uploads durchführen, bis der Fehler behoben ist.Bereits ausgewählte Dateiaktionen (
Öffnen,Herunterladen,Löschen) abbrechen und nicht mehrfach wiederholen.Meldungstext und Uhrzeit notieren und an die Administration weitergeben.
Falls notwendig, Dokumente vorübergehend lokal in einem definierten Übergangsordner sichern.
Medienserver (Objektspeicher) (optional)
Der Medienserver bietet eine zentrale, dateiunabhängige Alternative zum standardmäßigen dateibasierten Medienspeicher (z. B. eine Netzwerkfreigabe).
Was ist ein Medienserver?
Standard: Dateibasierter Speicher
Normalerweise werden Ihre Medien (Fotos, PDFs, Dokumente) in einem Ordner auf einem Server gespeichert – wie auf Ihrem Computer oder in einer Netzwerkfreigabe.
Beispiel:
\Server\Medien\Personal\Hans_Mueller\Vertrag.pdf
\Server\Medien\Dienste\Einsatz_2025\Foto1.jpg
Alternative: (Medienserver)
Ein Medienserver funktioniert anders: Die Dateien werden nicht in Ordnern abgelegt, sondern als einzelne Objekte in einer Datenbank verwaltet.
Vorteile:
Bessere Zugriffskontrolle
Höhere Sicherheit
Schnellere Suche
Skalierbarkeit
Verfügbare Optionen
Sie haben drei Möglichkeiten, wie Sie Ihre Medien speichern:
| Option | Beschreibung | Typ |
|---|---|---|
| Dateisystem (Standard) | Speicherung in Ordnern auf einem Server | Dateibasiert |
| MinIO | Objektspeicher-Software (Open Source) | Objektbasiert |
| NetApp | Professionelle Storage-Lösung | Objektbasiert |
Option: Dateisystem (Standard)
Wie es funktioniert:
Medienwerden inOrdnern gespeichertWie auf Ihrem
Computeroder in einerNetzwerkfreigabe
Vorteile:
Einfach einzurichtenBekannte Funktionsweise
Nachteile:
Schwierigere ZugriffskontrolleWeniger skalierbar
Option: MinIO
Wie es funktioniert:
MinIOist eineSoftware für ObjektspeicherungMedienwerden als Objekte in einerDatenbank verwaltet
Vorteile:
Open Source(kostenlos)Gute ZugriffskontrolleHohe Performance
Option: NetApp
Wie es funktioniert:
NetAppist eineprofessionelleEnterprise-LösungBietet erweiterte
Sicherheits- und Backup-Funktionen
Vorteile:
Enterprise-FunktionenHöchste SicherheitProfessioneller Support
Konfiguration und Migration
Wenn Sie vom dateibasierten Speicher auf einen Objektspeicher umsteigen möchten, sind einige Schritte notwendig.
Konfigurationsprüfung
Bevor Sie eine der drei Speichervarianten nutzen, ist eine Konfigurationsprüfung notwendig.
Was wird geprüft:
Ist die
Verbindung zum Speicher erreichbar?Sind die
Zugangsdaten korrekt?Sind die
Berechtigungen richtig gesetzt?Ist genügend
Speicherplatz vorhanden?
Automatische Übernahme
Nach der Installation des Objektspeichers werden alle Medien/Dokumente automatisch übernommen.
Ablauf:
Schritt 1: Objektspeicher installieren und konfigurieren
↓
Schritt 2: System prüft alle vorhandenen Dateien
↓
Schritt 3: Alle Dateien werden automatisch in den Objektspeicher kopiert
↓
Schritt 4: Dateien sind jetzt im Objektspeicher verfügbar
Beispiel:
| Vorher (Dateisystem) | Nachher (Objektspeicher) |
|---|---|
\\Server\Medien\Personal\Mueller\Vertrag.pdf |
Objekt-ID: abc123-mueller-vertrag |
\\Server\Medien\Dienste\Einsatz_2025\Foto.jpg |
Objekt-ID: xyz789-einsatz-foto |
Manuelle Bereinigung
Die alten Dateien im Dateisystem bleiben zunächst erhalten und müssen manuell entfernt werden.
Warum manuell?
Sicherheit: Sie könnenvorher prüfen, ob alleskorrekt übernommenwurdeBackup: Diealten Dateiendienen alsSicherheitskopie
Vorgehen:
PrüfenSie, ob alleMedien im Medienserver verfügbarsindErstellenSie einBackupder alten DateienLöschenSie die Dateien im Dateisystem
Wichtig: Löschen Sie die alten Dateien erst, wenn Sie sicher sind, dass alles funktioniert!
Vorteile und Bedienung
Identische Bedienung
Aus Anwendersicht ändert sich nichts!
Für Sie als Benutzer:
Sie ladenDateien hochwie gewohntSie öffnenDateienwie gewohntSie löschenDateienwie gewohnt
Im Hintergrund:
Das System
speichertdie Dateienautomatisch im MedienserverDie
zugeordneten Dokumente/Medien werden typisiertAlles wird
sicher und kontrolliert gespeichert
Beispiel: Dokument hochladen
Mit Dateisystem:
Sie klicken auf "
Datei hochladen"Sie
wähleneineDateiausDie
Dateiwird in einen Ordnerauf dem Server gespeichert
Mit Medienserver:
Sie klicken auf "Datei hochladen" ←
genau gleich!Sie wählen eine Datei aus ←
genau gleich!Die Datei wird als Objekt im Medienserver gespeichert ←
passiert automatisch!
Für Sie macht es keinen Unterschied!
Einsatzgrund: Zugriffskontrolle
Der Hauptgrund für einen Medienserver ist die bessere Zugriffskontrolle.
Problem ohne Medienserver
Wenn alle Dateien in einem Ordner liegen, kann jeder mit Zugriff alle Dateien sehen.
Beispiel:
\Server\Medien\Fotos
├── Hans_Mueller
│ ├── .pdf
│ └── Gehaltsabrechnung.pdf
Medienserver / Objektspeicher (optional)
Der Medienserver ist eine moderne, zentrale Lösung für die Ablage und Verwaltung von Einsatzmedien (z. B. Fotos, Dokumente, Videos). Er ersetzt oder ergänzt das klassische Dateisystem und bietet viele Vorteile für die Einsatznachbearbeitung.
Keine feingranulare Rechtevergabe möglich
Was ist ein Medienserver
Statt Medien in klassischen Ordnerstrukturen auf einem Server zu speichern, werden sie beim Medienserver als einzelne Objekte in einer Datenbank verwaltet. Das sorgt für mehr Sicherheit, bessere Kontrolle und eine schnellere Suche.
Vorteile für die Einsatzdokumentation:
Zentrale, sichere Ablage aller Einsatzmedien
Präzise Zugriffskontrolle (z. B. nur bestimmte Nutzer sehen bestimmte Medien)
Schnelle Recherche und Filtermöglichkeiten
Automatische Sicherung und Versionierung
Speicheroptionen im Überblick
Sie können Medien auf verschiedene Arten speichern:
Dateisystem (Standard): Medien werden wie gewohnt in Ordnern auf einem Server abgelegt.
MinIO: Open-Source-Objektspeicher, der Medien als Objekte in einer Datenbank verwaltet.
NetApp: Professionelle Enterprise-Lösung mit erweiterten Sicherheits- und Backup-Funktionen.
Umstieg und Bedienung
Für Anwender bleibt alles wie gewohnt:
Medien werden wie bisher hochgeladen, angezeigt und gelöscht.
Im Hintergrund sorgt das System für die sichere Ablage im Medienserver.
Die Bedienung im Einsatzbericht ändert sich nicht – Sie nutzen weiterhin die bekannten Buttons und Funktionen.
Best Practice:
Nutzen Sie die Vorteile des Medienservers für eine lückenlose, sichere Einsatzdokumentation. Hinterlegen Sie zu jedem Medium eine Beschreibung und ordnen Sie Medien gezielt Einsatzberichten zu.
Was tun, wenn ...?
- ...Medien nach Umstellung fehlen?
Prüfen Sie, ob die Migration abgeschlossen ist und alle Medien übernommen wurden. Wenden Sie sich bei Problemen an die Administration. - ...Sie Medien nicht hochladen können?
Kontrollieren Sie die Verbindung zum Medienserver und die Dateiberechtigungen. Prüfen Sie, ob das Dateiformat unterstützt wird. - ...Sie unsicher sind, wo Ihre Medien gespeichert werden?
Die Speicherart wird vom System/Administrator festgelegt. Im Zweifel hilft ein Blick in die Einstellungen oder Rückfrage beim Support.
Fazit:
Der Medienserver sorgt für eine sichere, nachvollziehbare und komfortable Verwaltung aller Einsatzmedien – ohne Mehraufwand für die Anwender.
Wenn kein Medienspeicher definiert ist, können Ihre wichtigen Dokumente verloren gehen.
Betroffene Dokumente:
| Dokumenttyp | Beispiele | Kritikalität |
|---|---|---|
| Verträge | Arbeitsverträge, Zusatzvereinbarungen | Hoch |
| Zertifikate | Lehrgangsnachweise, Qualifikationen | Hoch |
| Führerscheine | Führerscheinkopien | Mittel |
| Fotos | Bewerbungsfotos, Einsatzbilder | Niedrig |
| Gesundheitsnachweise | G26-Untersuchungen, Tauglichkeitsatteste | Hoch |
