Medien
Die Mediengruppen im Wachbuch ermöglichen das strukturierte Erfassen und Anzeigen von genutzten Medien wie Internet, Radio, Zeitschriften oder Printmedien. Diese Funktion dient primär der Dokumentation von Informationsquellen die im Einsatz- oder Tagesverlauf zur Lagebeurteilung oder allgemienen Informationen genutz wurden.
Voraussetzungen
Bevor Sie Mediengruppen konfigurieren können, müssen folgende administrative Voraussetzungen erfüllt sein:
Zugriffsberechtigung: Sie benötigen Zugriff auf dieBearbeitungsebenedes Wachbuchs (Editor-Modus).Rollenrechte: Ihr Benutzerkonto muss über die notwendigen Rechte zurKonfiguration von Layouts und Eigenschaftenverfügen.Methodenkenntnis: Grundkenntnisse in derEintragsverwaltung(z. B. Pflege von Tabellen und Parametern) sind erforderlich, um die Medienquellen korrekt zu hinterlegen.
Typische Medienquellen:
In der Eintragsverwaltung können Sie beispielsweise folgende Medien definieren:
Internet: Webseiten von Behörden, Wetterdienste (DWD), Nachrichtenportale.
Radio/TV: Regionale Sender für Verkehrsmeldungen oder Katastrophenwarnungen.
Printmedien: Fachzeitschriften, Tageszeitungen, Dienstanweisungen in Papierform.
Soziale Medien: Offizielle Kanäle von Partnerorganisationen (Polizei, Rettungsdienste).
Relevante Parameter im Formular:
Bei der Anpassung des Medien-Elements stehen Ihnen ähnliche Parameter wie bei den Vorkommnissen zur Verfügung:
Bezeichnung: Name des Mediums.Aktiv: Schaltet die Auswahlmöglichkeit im Wachbuch frei oder sperrt sie.Sortierung: Legt fest, in welcher Reihenfolge die Medien in der Liste erscheinen.
Konfigurationsschritte
Aktivierung der Medienanzeige:
Damit das Element für die Anwender im Wachbuch sichtbar und nutzbar wird, muss es im Layout-Editor explizit freigeschaltet werden.
Aktivierung im Layout:
Pfad: Navigieren Sie im Editor zum entsprechendenLayout-Element(z. B. im Bereich der Tagesereignisse oder Einsatzdokumentation).Eigenschaft: Suchen Sie in der Liste der Eigenschaften den Punkt „Mediengruppen anzeigen“.Wert setzen: Ändern Sie den Wert auf True (Häkchen setzen).
Was bewirkt diese Einstellung?
Sichtbarkeit: Erst durch diesen Schritt werden die Mediengruppen im Wachbuchformular für den Endbenutzer eingeblendet.Interaktion: Die im Hintergrund definierten Medien (Internet, Radio, etc.) stehen nun zur Auswahl oder Dokumentation bereit.Platzierung: Das System reserviert automatisch den vorgesehenen Platz im Formular, um die Medienliste sauber darzustellen.
Mediengruppen in den Daten definieren
Nachdem die Anzeige grundsätzlich aktiviert wurde, müssen Sie nun festlegen, welche spezifischen Medienarten zur Auswahl stehen sollen. Dies geschieht über den Zeichenfolgen-Editor.
Vorgehensweise:
Editor öffnen: Wählen Sie das betroffene Layout-Element aus, bei dem Sie die Mediengruppen aktiviert haben. Klicken Sie in den Eigenschaften auf das Feld für die Dateneingabe (meist durch ein Drei-Punkt-Symbol ... oder „Einträge bearbeiten“ gekennzeichnet), um denZeichenfolgen-Editorzu öffnen.Medienarten eintragen: Tragen Sie jede gewünschte Medienart in eineneue Zeileein. Jede Zeile im Editor entspricht später einem auswählbaren Eintrag im Formular.
Beispiel für die Eingabe
Internet
Radio
Zeitschriften
TV
Social Media
Was bewirkt diese Einstellung?
Listenbildung: Das System generiert aus diesen Zeilen automatisch die Auswahlmöglichkeiten (z. B. als Checkliste oder Dropdown-Menü) im Wachbuch.Struktur: Durch die zeilenweise Trennung wird sichergestellt, dass die Einträge sauber untereinander in der Datenbank und im Frontend verarbeitet werden.Erweiterbarkeit: Sie können jederzeit neue Medienarten (z. B. „Presseportal“ oder „Wetterdienst“) hinzufügen, indem Sie einfach eine weitere Zeile im Editor ergänzen.
Tipp für die Praxis:
Achten Sie auf eine logische Reihenfolge im Editor (z. B. die am häufigsten genutzten Medien nach oben), da die Zeilenfolge in der Regel die spätere Sortierung im Formular bestimmt.
Medienquellen in den Stammdaten hinterlegen
Um im Wachbuch nicht nur die Art des Mediums (z. B. "Radio"), sondern die konkrete Quelle (z. B. "WDR 2") auswählen zu können, müssen diese in der Eintragsverwaltung hinterlegt werden.
Werkzeug: Einträge verwalten.
Nutzen Sie die Tabellenansicht im Bereich Stammdaten / Einträge verwalten, um die Quellen strukturiert anzulegen.
Beispiel-Struktur der Einträge:
Die Tabelle sollte nach folgendem Schema befüllt werden, um eine eindeutige Zuordnung zu ermöglichen:
Titel__Anwendung__Kürzel__Typ
PrintMedien → DailyJournal → PRIM → Printmedien
KurierOnline → DailyJournal → KURI → Webportal
DailyJournal → DailyJournal/ Print → DJ → Radio/Fernsehen
Bedeutung der Spalten:
Titel: Der Name der Quelle, wie er im Formular erscheint.Anwendung: Definiert, in welchem Modul oder Bereich des Systems (z. B. im DailyJournal/Wachbuch) die Quelle zur Verfügung steht.Kürzel: Eine technische Kurzform (z. B. für platzsparende Tabellenansichten oder Exporte).Typ: Die übergeordnete Kategorie, die zur Filterung oder statistischen Auswertung genutzt werden kann.
Funktion und Nutzen:
Durch diese detaillierte Hinterlegung erreichen Sie:
Präzise Dokumentation: Im Wachbericht steht nicht nur "Internet", sondern "KurierOnline".Schnellauswahl: Nutzer müssen Namen nicht manuell tippen, was Tippfehler verhindert und die Datenauswertung (z. B. "Wie oft wurde Quelle X genutzt?") ermöglicht.Zuweisung: Diese Quellen können im Wachbuch-Formular direkt den entsprechenden Vorkommnissen oder Tätigkeiten zugeordnet werden.
Anwendung im Wachbuch
Sobald die Konfiguration abgeschlossen ist, lässt sich die Mediennutzung nahtlos in den Workflow der Dokumentation integrieren. Beim Anlegen eines neuen Eintrags (z. B. Einsatzbericht, Meldung oder Tagesereignis) stehen dem Anwender folgende Optionen zur Verfügung.
Auswahl der Mediengruppe: Zunächst wird die grobe Kategorie festgelegt (z. B.RadiooderSocial Media).Hinterlegung der konkreten Quelle: Aus den Stammdaten wird die spezifische Quelle gewählt (z. B.Radio WDRoderTwitter/X-Polizei). Dies verhindert ungenaue Freitext-Eingaben.Ergänzung von Details: Bei Bedarf können ein präziserZeitstempel(wann wurde die Information empfangen?) oder zusätzliche Informationen (z. B. Link zum Artikel, Name des Redakteurs) hinzugefügt werden.
Zentrale Vorteile der Medien-Dokumentation:
Die strukturierte Erfassung bietet weit mehr als nur eine einfache Liste – sie dient der Absicherung und Analyse:
Einheitliche Nachvollziehbarkeit: Es wird lückenlos dokumentiert, welche Informationen wann und über welchen Kanal die Wache oder die Einsatzleitung erreicht haben.
Klarheit im Einsatzfall: Bei widersprüchlichen Meldungen lässt sich schnell prüfen, welche Informationsquelle (z. B. "Augenzeuge via Social Media" vs. "Offizielle Pressemeldung") als Basis für eine Entscheidung diente.
Rechtssicherheit & Pressearbeit:
Nachweisführung: Wichtig für die Rekonstruktion von Ereignisabläufen.
Presseanfragen: Schnelle Auskunftsbereitschaft darüber, was zum Zeitpunkt X öffentlich bekannt war.
Lageauswertung: Statistische Analyse darüber, welche Medien im Tagesverlauf die wichtigsten Informationslieferanten sind.
Tipps zur nachhaltigen Pflege:
Damit das System langfristig übersichtlich und funktional bleibt, sollten bei der Verwaltung der Medien folgende Punkte beachtet werden:
Regelmäßige Aktualität: Pflegen Sie neue Medienquellen zeitnah ein (z. B. neue lokale Nachrichtenportale, Fachzeitungen oder offizielle Social-Media-Kanäle), um manuelle Freitext-Eingaben zu minimieren.
Strukturierte Kategorisierung: Halten Sie die übergeordneten Medienarten (Gruppen) einfach und allgemein.
Maximal 5–10 Kategorien(z. B. Print, Web, Funk, TV, Social Media) garantieren eine schnelle Orientierung im Einsatzstress.Sprechende Kürzel: Verwenden Sie intuitive Kürzel in den Stammdaten. Ein Kürzel wie „
WAZ“ ist für Auswertungen und Exporte wesentlich hilfreicher als eine generische Bezeichnung wie „Zeitung1“.
Strategischer Hinweis:
Die Medien-Funktion ist weit mehr als eine bloße Liste. Sie ist ein Werkzeug zur Qualitätskontrolle und Lageverifizierung:
Diese Funktion ist besonders wertvoll bei größeren Lagen, Alarmierungen durch Dritte oder einem intensiven Pressemonitoring. Sie erlaubt es der Führungsebene, exakt nachzuvollziehen, welche Informationen aus welchen Quellen bezogen wurden. Dies schafft eine belastbare Grundlage für die Entscheidungsfindung und die spätere Einsatznachbereitung.
Zusammenfassung der Vorteile:
Einheitlichkeit: Nachvollziehbare Dokumentation der Mediennutzung über alle Schichten hinweg.
Klarheit: Sofortige Identifizierung der Informationsbasis im Ernstfall.
Unterstützung: Fundierte Datenbasis für Presseanfragen, juristische Nachweisführung und strategische Lageauswertungen.